Dunkle Fantasiegespinste, die sich manifestieren

Sollten wir uns regelmäßig düstere und fantasiebetonte Gewaltgeschichten vor unsere lustvollen Augen führen, dann kann dies, dauerhaft gesehen, zu einer Art Isolation führen.

Sich stets wiederholende Vergewaltigungsszenen vorzustellen und diese zusätzlich noch mit sexueller Energie zu füttern, führt uns in eine Thematik hinein, die nicht produktiv für ein harmonisches Leben sein kann.
Wenn wir uns häufig, als ein sogenanntes Opfer, während unserer Selbstbefriedigung gewaltvolle Szenen vorstellen, dann kann es sehr wohl sein, dass ein Täter im Außen, der ein passendes Opfer für seine Gewalttat sucht, auf uns aufmerksam wird.

Warum?

Wir tragen durch unsere Energien, die wir bei einem Orgasmus gezielt entladen, eine solche Thematik als Wunschmechanismus in unserem Inneren und ziehen Resonanzaspekte wie ein Magnet im Außen an.

Das ist kein Scherz.

Wir sollten immer darauf achten, welche Bilder und Gedanken wir in uns nähren.

Wir sollten darauf achten, wir wir mit uns selbst umgehen, aber auch, was wir aus unserem Leben machen.
Bilder, genährt und gesteuert durch sexuelle Energie bis hin zur Energieentladung des Orgasmus, haben eine enorme Kraft, deswegen sollte man auf seine energetische Ausrichtung Acht geben.
 
So ist dies aber nicht nur auf dem Sektor der sexuellen Fantasie zu betrachten, sondern in allen Bereichen wiederzufinden.

Wir füttern unsere Energiefelder mit den Gedanken, die wir in uns tragen.

Achten wir nicht darauf,  kann dies leider auch verehrende Folgen mit sich bringen.

Ich sage an dieser Stelle bewusst leider, denn auch ein Vater, der sich seiner Tochter sexuell nähern möchte, wird sich solche Szenen zuallererst in seiner Fantasie vorstellen.

Je mehr er sich erlaubt, so zu denken, desto schwerer wird es für ihn sein, sich wieder daraus zu holen…

Denn je öfter er solche Gedanken in sich hegt und sich während seiner fantasievollen Vorstellung selbst stimuliert, desto geringer wird eines Tages die Hemmschwelle sein, sich seiner Tochter in einer Form zu nähern, die so niemals hätte sein dürfen.
Er wird seine Begierde über seine Tochter befriedigen wollen, ohne an die folgenschwere Bürde zu denken, die sie tragen muss.

Sie wird ein Leben lang unter seinen Handlungen leiden, die er ihr angetan hat.

Sie wird nicht wissen, wie sie in ihrem eigenen Leben mit den Erlebnissen umgehen soll.

Wir dürfen bei der Kurzanalyse aber auch nicht vergessen, dass ein Missbraucher einen solchen Gewaltaspekt schon in sich tragen muss. Gedanken entstehen nicht mal eben so aus dem luftleeren Raum.

Stattdessen basieren sie auf einer Ursubstanz. Somit können wir grundsätzlich davon ausgehen, dass Gedankenkonstrukte eine Basis beinhalten, die tiefer in der Psyche des Menschen verborgen liegt.

Aber egal, was jemanden zu seiner Tat antreibt, man sollte immer klar und erwachsen genug sein, Täteraspekte im Keim zu ersticken.

Man darf solche Begierden nicht zuzulassen.

Als erwachsener Mensch ist man dazu verpflichtet, den Verstand über die Lust zu stellen, damit man sich jederzeit und vor allem jeden Morgen zufrieden im Spiegelbild anlächeln kann.

Es sind natürlich nicht nur Männer, die sich Kindern missbräuchlich nähern.

Auch einige Frauen fallen in die Kategorie der Täterschaft, ohne dies bewusst annehmen zu wollen.

Doch was treibt sie dazu, sich ihrem eigen Fleisch und Blut fordernd, ihre Lust in den Vordergrund stellend, unsittlich zu nähern?
Vielleicht haben sie selbst Prägungen, also Übergriffe in ihrer eigenen Kindheit erlebt, die in ihnen immer noch aktiv sind, sich verselbstständigt und in ihre Fantasiewelt eingebrannt haben?

So könnte es passieren, dass eine Mutter ihrem Sohn körperlich verlangend zu nahe kommt, da sie sich selbst nicht unter Kontrolle hat.
Sie spürt ihr Fehlverhalten nicht, da sie die Grenze nicht kennengelernt hat.

Sie denkt in dem Moment nicht drüber nach, was ihr Übergriff für sein Leben bedeuten könnte.
Würde sie ihr eigenes Thema ausheilen, würde sie solche Gedanken direkt im Keim ersticken und ihre Handlungen sofort unterbinden. 

Leider ist unsere Fantasie nicht nur positiv nutzbar, sie kann auch ganz andere Aspekte mit sich bringen.
Wir wollen uns hier jedoch dem großen Themenbereich Missbrauch nicht zu ausgiebig widmen, denn darum geht es in diesem Kurzbericht nicht.

Doch sollten wir auf unsere inneren Gedankenbilder achten, damit sich nichts Dunkles dauerhaft in unser Energiefeld manifestiert kann.

Je dunkler unsere Gedanken sind, desto gefangener werden wir uns im selbst gestrickten Sumpf der Fantasie fühlen.

Es geht um die Zufriedenheit in unserem Leben.

Diese werden wir jedoch nicht erreichen können, wenn wir nur noch passiv, motzend oder unzufrieden drauf sind und dunkle Gedanken hegen.
So wie wir in den Wald hinein rufen, so kommt es auch wieder heraus.

Doch woher kommen solch düstere Gedanken?
Es handelt sich hierbei zumeist um unbewusste Prägungen aus der Kindheit.
Vielleicht hat unsere Mutter häufig gelitten und wurde durch aggressives Gewaltverhalten des Vaters unterdrückt, dann kann es sehr wohl sein, dass sich dieses Manko in unsere Fantasiewelt eingeprägt und solche Spuren, wie eben beschrieben, hinterlassen hat.

In so einem Fall müssen wir handeln und schleunigst unterbinden, dass wir diese Struktur weiterhin mit Energie nähren.
Wir müssen auf uns Acht geben, damit wir das leben, was wir leben wollen und nicht ausgeliefert sind, durch Aspekte, die wir zwar passiv erlebt, aber die wir selbst freiwillig nicht gewählt haben.

Wir besitzen jederzeit die Freiheit zu sagen, was wir leben wollen und nur  darum geht es.

Wir sind autark und können uns lösen, wenn wir wissen von was.  
Tatsache ist, wir können alles in unserer Fantasie durchleben, was uns beschäftigt, um auszuprobieren, ob dies überhaupt passen würde.

Wir sollten genau auf uns Acht geben, aber auch hinsehen, um zu erkennen, was wir mit unserer Energie nähren.

 

Die Autorin Sabine Guhr-Biermann

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